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Esoterischer Psychomarkt – Ist wirklich alles erlaubt?

14/09/2010

Rechtliche Regelungen auf dem esoterischen Psychomarkt – Orientierungshilfe für Jugendämter, Kindereinrichtungen, Eltern.
Diese von der IDS Halle herausgegeben Orientierungshilfe soll dem Leser dazu dienen, einen schnellen Überblick über aktuelle kritische Literatur und über die gesetzlichen Regelungen, die den „Esoterischen Psychomarkt“ betreffen, zu gewinnen.

Warum dieses Heft

Viele Menschen sind unzufrieden mit der „Schulmedizin“ und den von den Kassen finanzierten, oft sehr zeitaufwendigen Psychotherapien. Sie suchen ernsthaft Alternativen und finden auf dem Markt eine breite Palette von Heils- und Therapieangeboten, die oft sehr sanft, sehr verlockend und vollmundig mit Versprechungen daherkommen. Dieser alternative Markt, der sich selbst auch gern als Lebenshilfemarkt versteht, hat sich nahezu explosionsartig entwickelt und beansprucht zunehmend Beratungs- und Informationsstellen sowie Weltanschauungsbeauftragte der Kirchen.

In den Angeboten werden, je nach Fähigkeit des Anbieters, bewährte Therapieelemente, bekannte Hausmittel, spirituelle Verfahren, esoterische Therapien und pseudowissenschaftliche Methoden bunt gemixt. Unter denjenigen, die diese Angebotspalette kritisch hinterfragen, hat sich der Begriff „Esoterischer Psychomarkt“ etabliert, um die Situation zu beschreiben.

Die Anbieter selbst haben sehr unterschiedliche Voraussetzungen für ihre Lebenshilfeangebote. Das Ausbildungsspektrum reicht vom Fehlen jeglicher medizinischer und therapeutischer Ausbildung bis zum approbierten Arzt.

Für den Kunden ist dies nicht sofort zu erkennen. Er fragt sich vor allem, ist dieses Angebot für mich oder für mein Kind vielleicht hilfreich? Letztendlich kann auch nur er selbst die Entscheidung fällen. Dabei sollte er aber die Möglichkeiten kennen, sich über die Inhalte der alternativen Angebote und die gesetzlichen Regelungen zu informieren und sie auch in Anspruch nehmen. Behörden, Kinder- und Jugendeinrichtungen, freien Trägern der Jugendhilfe und staatlich geförderten Einrichtungen kommt hier eine besondere Informations-, Auswahl- und Entscheidungsverantwortung zu!

Denn, es ist zu bedenken: Die Grenzen zwischen hilfreicher und lebensgefährlicher Lebenshilfe sind fließend. Wenn z.B. ein Heiler den Eltern eines an Lungenentzündung erkrankten Kindes rät, nicht zum Arzt zu gehen, weil der Heiler meint, dass der Arzt schlimmer ist als die Krankheit und es überhaupt keine Krankheiten gäbe, nur falsche Lebensführung, dann kann dies auch tödlich enden (In einem konkreten Fall wurden Eltern, die sich nach den Anweisungen von Franz Konz verhielten und deren 16 Monate altes Kind verstarb, zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt. Siehe Spiegel.online, 17. Nov. 2004).

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