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Mahamudra spricht jetzt Switzerdütsch…

23/12/2010

6-Tage-Retreat im schönen Rheintal in der Schweiz mit Dharma, dem ehemaligen Lebensgefährten von Mahamudra. Der Geist der Mahamudra, der 2006 verstorbenen Leiterin des Osho-Manjusha-Meditationszentrums in Schmiedeberg/Sachsen, spricht jetzt Switzerdütsch und Platt. Während das Meditationszentrum in Schmiedeberg von ehemals über 30 Mitgliedern in 2005 auf inzwischen 13 geschrumpft ist und so mit ganz irdischen Problemen zu kämpfen hat, etabliert sich der ehemals engste Kreis um Mahamudra in der Schweiz und auf Amrum.

Sieben Tage stille Meditation (Vipassana) für schlappe 780 sfr. incl. Übernachtung. Einfach nur da sein und mitfließen unter Leitung erfahrener Meditationsleiter, verspricht die Ankündigung im Internet.Vipassana-Meditationskurse gegen Vorauskasse – das lässt aufhorchen und riecht nach Etikettenschwindel.

Vipassana (pali = Einsicht) bezeichnet im Bhuddismus die „Einsicht“ in die drei Daseinsmerkmale Unbeständigkeit (anicca), Leidhaftigkeit (dukkha) und Nicht-Selbst (anatta). Vipassana-Praxis ist der Weg, das durch „Nichtsehen“ (avijja) und „Verblendung“ (kilesa) verrusachte Leiden (dukkha) zu überwinden, im Leben die Befreiung des Nirwana zu erlangen. Illusion, Manipulation und Verblendung zu durchschauen ist das eigentliche Ziel der Vipassana-Meditation.

Klassische Vipassana-Kurse werden in Form von kürzeren oder längeren Retreats abgehalten. Die Unterweisungen werden dabei auf der Basis von freiwilligen Spenden angeboten, ganz gemäss dem traditionellen Spendenprinzip Dana.

Achtsamkeit, Einsicht und ein ungetrübter Blick sind nicht käuflich. Man kann sie nur  ständig neu erwerben durch sorgsamen Umgang mit sich selbst und anderen, um so unnötiges Leid zu vermeiden.

Dies zu verstehen war Mahamudra nicht willens, es war  nicht ihr Anspruch. Ihr Leben war aufgebaut auf Verblendung und Manipulation. Ihre Jünger sind ihrer würdig.

So gesehen ist die Kursgebühr zu verstehen. Einfach nur dasein ohne Verstand – nach Osho eine der schlimmsten Geiseln der Menschheit-  hat eben seinen Preis.

(wr/dvpj)

One Comment
  1. Viala permalink

    Mir sagte mal jemand etwas, was man so ruhig mit durch´s Leben nehmen kann, jeden Tag.
    „Wenn jeder vor seiner eigenen Tür fegt, dann wird die ganze Welt ein Stück hin sauberer.“
    Diesen Satz muss man sich erstmal setzen lassen bevor man ihn überhaupt versteht – und dann hat jeder noch seinen eigenen Blickwinkel darauf um diesen für sich zu erkennen. Diesen Satz richtig zu verstehen setzt eine ehrliche Haltung vorraus, welche nicht die spirituellen Krücken einer Mahamudra oder eines Dharmas bedürfen.
    Oshisten, ich sage bewusst nicht Sanyassin um einen rethorischen Brückenschlag zu erreichen, sehe ich als extrovertierte, egoistische Brainbarbaren. Mit verlaub, keiner kommt als Oshist auf die Welt. Oshist wird man durch regelmäßiges meditieren, man hält sich danach für was besonderes.
    Ein Gutes Beispiel das Meditationszentrum Schmiedeberg.
    Spiritueller Ort, Zentrum „besonderer“ Energien, …. – damals. Mittlerweile dürfte den Zurückgebliebenen das Wasser bis zum Hals stehen, alles will ja irgendwie finanziert und getragen werden. Wärend einige Ratten bereits das gesunkene Schiff verlassen haben sind die anderen entweder spirituell oder irdisch finanziell gebunden. Egoisten eben die, die sich aus dem Staub gemacht haben und ihre ehemaligen Kommunemitglieder mit denen sie alles teilten im Stich ließen. Sie ließen auch „Zweifler“ zurück.
    Ein 6-Tage-Retreat für ca. 500,-Euro – ist doch was. 6 Tage dumpfes Schweigen hinterlassen nicht nur ein Vakuum in der Geldbörse, sondern auch im Hirn. Oshos Meditationsangebote zielen darauf ab – von einem Versuch ist abzuraten da es hierbei zu toxikationen im Blut kommen kann, welche folgend als spirituelle Wahrnehmungen interpretiert und suggeriert werden. Mit 500,-Euro stillt man vllt. nicht unbedingt den Welthunger, aber einer wird wenigstens über einen längeren Zeitraum satt davon – länger als 6 Tage. Sich für 500,-Euro schweigend hinzuhocken und auf die eigene Erleuchtung zu hoffen ist egoistisch, oder etwa nicht? Gut, der Dharma bekommts und wird sicher eine Weile davon satt sein können – Dharma ist aber gesund und kräftig und sollte es mal mit ehrlicher Hände Arbeit probieren – vielleicht sogar mit einfachem fegen vor der eigenen Tür.

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