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Ein Weg in’s Licht….

01/02/2011

huessnerJoachim Huessner, der Autor von „Ein Weg hinters Licht“, plant einen Sammelband mit persönlichen Erlebnissen zu Sekten, bzw. sektenhaften Psychogruppen. Dazu sucht er selbst verfasste Berichte. Der Band soll nach Fertigstellung unseren Regierungs-Politikern in Berlin unter die Nase gehalten werden. Dazu Joachim Huessner:

Das “Projekt 1001” wurde am 21.1.2011 im SWR1 Hörfunk zum ersten mal öffentlich vorgestellt.


– Nachdem ich auf das Buch und verschiedene Berichte so viele Resonanz bekam, drängte sich dieser Gedanke förmlich auf. Fast täglich erreichen mich Emails oder Briefe von Menschen, die entweder selbst einmal in einer Sekte (oder Gruppe mit sektenähnlichen Strukturen) Mitglied waren, oder gerade dabei sind einen Angehörigen dahin zu verlieren. Die Ohnmacht die ich jedes mal erlebe, wenn mich so eine Nachricht über ein menschliches Schicksal erreicht, lässt sich kaum in Worte fassen. Das Wissen, dass dort wieder eine Familie oder ein Leben aus reiner Profit- und Machtgier zerstört wird, ohne dass man etwas dagegen tun könnte, macht mich dann wirklich wütend. Wut wäre nun natürlich ein schlechter Ratgeber. Aber sie ist allemal ein sehr guter Antrieb um eine Idee zu beflügeln.  Nachdem ich mir die Sache also ein paar Tage lang durch den Kopf gehen ließ, stand das “Projekt 1001” in seinen Eckdaten fest:

Ich sammle 1000 Schicksale und werde daraus ein Buch binden lassen. Tausend Schicksale von euch und mein eigenes machen 1001. Mit dieser Sammlung und einigen Medienvertretern werde ich dann nach Berlin fahren und bei unseren Volksvertretern vorstellig werden.

Ich möchte also jeden, der einen Sektenfall selbst erlebte und an etwas mitarbeiten möchten, das möglicherweise endlich etwas bewirkt, hiermit dazu aufrufen, mir seine Geschichte zu schreiben. Also schreibt sie bitte etwa eine Seite lang und direkt in der Email. – Ja, ich weiß, dass das vielen schwer fallen wird, aber bitte nicht länger. Sonst wird das Buch zu dick. Bitte anonymisiert euch in eurer Mail durch die Verwendung anderer Namen und Orte. Und bitte nicht als Dateianhang. Die werden grundsätzlich nicht geöffnet!

Das ganze dann an die Mailadresse: Ausstieg2008(ä_t)aol.com schicken und schon seid ihr dabei – beim “Projekt 1001”

Namhafte Beratungsstellen wie z.B. Sekten-NRW haben ihre Unterstützung zu dieser Aktion bereits zugesagt. Ich möchte das “Projekt 1001” von Beginn an auf eine so breite Basis wie möglich stellen um sicher zu gehen, dass wir angehört werden und sich endlich jemand dieses Problems ernsthaft annimmt. Aber es kommt jetzt auch auf euch an. Schreibt mir eure Geschichte. Ich weiß, dass das vielen schwer fallen wird. Es kann für den ein oder anderen aber auch befreiend sein. Jedenfalls kann nun jeder etwas beitragen. Die Ausrede: “Ich kann doch sowieso nichts ändern” gilt ab heute nicht mehr. Helft mit es den “Möchtegern Gurus” in der Zukunft schwerer zu machen!

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