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Staatliche Waldorfschule in Hamburg?

20/09/2012

Hamburg [ENA] Laut Bericht des „Hamburger Abendblattes“ vom 19.09.2012 ist erstmals in Deutschland in der Wilhelmsburger Schule Fährstraße eine Zusammenarbeit zwischen Waldorfpädagogen und Lehrern einer Regelschule geplant. Die Lehrer der Regelschule und die Waldorfpädagogen sind für diese Zusammenarbeit. Die Zustimmung des Schulsenators Ties Rabe (SPD) zu einem zehnjährigen Schulversuch dieser Art liegt ebenfalls vor.

Hintergrund dieser doch eher ungewöhnlichen Zusammenarbeit grundverschiedener Bildungssysteme sind die Pläne der hamburger zwölfköpfigen Waldorfinitiative zur Errichtung einer eigenen Privatschule. Die Schulbehörde hatte offenbar die Befürchtung, wie den Worten des Behördensprechers Peter Albrecht zu entnehmen ist, dass ..“die sogenannten bildungsnahen Wilhelmsburger Familien ihre Kinder aus den öffentlichen Schulen nehmen würden.“ Die hamburger Behörde unterbreitete deshalb den Vorschlag, dass die Waldorfanhänger ihre Pädagogik in die bestehende Schule einbringen sollten.

Was auch immer die Schulbehörde in Hamburg sich dabei gedacht haben mag, eine gewisse Skepsis gegenüber einem solchen Vorhaben scheint angebracht. Immerhin wird nunmehr schon 5 Monate darüber verhandelt, wieviel Waldorfanteile in die Schule eingebracht werden sollen. Einer Tatsache sollte man sich dabei immer bewusst sein: wo Waldorf draufsteht ist auch Steiner drin. Und wo Steiner drin ist wird hartnäckig um Inhalte gerungen. Daran ändert auch die Aussage von Behördensprecher Peter Albrechts nichts, dass es ..“nicht darum [gehe], die Ideologie von Rudolf Steiner in die staatliche Unterrichtspraxis zu überführen“.

Ein ehemaliger Waldorflehrer schrieb in „Ruhrbarone“ vom 19.05.2010: „Warum entscheiden sich Eltern für eine der 217 anthroposophisch geprägten Waldorfschulen in Deutschland? Nach dem PISA-Schock suchen immer mehr Eltern nach einer Alternative zur öffentlichen Schule. Manchen reicht schon die ganzheitliche Zauberformel der Waldorfschulen – Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Andere sind gründlicher. Aber: Je mehr man sich informiert, desto weniger weiss man – Eltern-Informations-Abende der Waldorfschulen sind reine Werbeveranstaltungen.“

Weiter heisst es in dem Artikel: „Viele Eltern wissen aber ganz genau, was sie tun, wenn sie sich für eine Waldorfschule entscheiden.“ Unter diesem Aspekt formuliert Andreas Lichte 3 Thesen für die Wahl einer Waldorfschule: These I: Die Leistungen des Kindes sind zu schwach, um auf einer öffentlichen Schule zu bestehen. An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter. These II: Man bleibt gern unter sich – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer. These III: Man bleibt gern unter sich – in der Waldorfschule teilt man die alternativen, esoterischen Überzeugungen der Eltern.

Genau diese Thesen sind im Artikel des “ Hamburger Abendblattes“ erkennbar. Nicht nachvollziehbar ist dagegen, warum „künstlerisch-musische Ausrichtung,…., emotionale und handwerklich-künstlerische Aktivitäten neben der Wissensvermittlung als ergänzende Elemente der Waldorfpädagogik hinzukommen [sollen]“. Dazu bedarf es aber keiner Waldorfpädagogik. Diese Elemente gehören einfach zu einer vernünftigen Allgemeinbildung und sind Bestandteil der Lehrpläne von Regelschulen.

Staatliche Schulen haben offenbar ein Imageprobleme. Daran sollte gearbeitet werden, statt der Anthroposophie Tür und Tor zu öffnen.

(wr/dvpj)

13 Kommentare
  1. Andreas Lichte permalink

    Die „staatliche Waldorfschule in Hamburg“ ist gescheitert.

    Dazu der Kommentar des Pädagogen André Sebastiani:

    „Hamburger Schulversuch: Ein bisschen Waldorf ging nicht

    Von André Sebastiani

    Der Waldorf-Schulversuch im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ist gescheitert, wie die taz und das Hamburger Abendblatt übereinstimmend berichten. Im Rahmen eines Schulversuchs wollte man an der Ganztagsschule Fährstraße „Elemente der Waldorfpädagogik“ in den Unterricht integrieren (…)“

    weiter: http://blog.gwup.net/2016/07/06/hamburger-schulversuch-ein-bisschen-waldorf-ging-nicht/

  2. Andreas Lichte permalink

    „Christian Clements „kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners“ (SKA)

    Des Steiners neue Kleider

    BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom „verstörenden“ Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der „Frommann-Holzboog Verlag“, an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht.

    (…)§

    weiter: http://hpd.de/artikel/11618

  3. Andreas Lichte permalink

    „Henning Kullak-Ublick, der ‘Bund der Freien Waldorfschulen’, und die Glaubwürdigkeit

    Die von André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, initiierte Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ macht weiter Schlagzeilen. Nun berichtete auch der Deutschlandfunk. Und Henning Kullak-Ublick, Vorstand des „Bundes der Freien Waldorfschulen“, hält urplötzlich eine „Waldorf-Schule light“ für möglich, nachdem diese zuvor von Waldorf-Seite entschieden abgelehnt worden war: ist Kullak-Ublick glaubwürdig? (…)“

    weiter beim Blog “Ruhrbarone”: http://www.ruhrbarone.de/henning-kullak-ublick-der-bund-der-freien-waldorfschulen-und-die-glaubwuerdigkeit/

  4. Andreas Lichte permalink

    „Erste deutsche staatliche Waldorfschule: Wirbt Christian Füller, taz, für die ‘Sekte’ Anthroposophie?

    Regelmässig erfreut die taz ihre anthroposophischen Leser mit der Beilage „taz THEMA Anthroposophie“. Nun wirbt Christian Füller in der taz-Rubrik „Zukunft – Bildung“ für ein höchst umstrittenes Schulprojekt, die erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands, als „Zukunftsmodell für das Bildungswesen“. Wirbt Christian Füller damit für die, Zitat Prof. Hopmann, „Sekte“ Anthroposophie? (…)“

    weiter beim Blog „Ruhrbarone“: http://www.ruhrbarone.de/erste-deutsche-staatliche-waldorfschule-wirbt-christian-fueller-taz-fuer-die-sekte-anthroposophie/

  5. Hotte permalink

    @Andreas Lichte

    Wann wollen Sie den Ihren Anhängern mitteilen, dass sie mit ihrer Petition kläglich gescheitert sind?
    Für eine e-Petition hätten sie längst das 50!!-fache an Unterzeichnern benötigt; für eine „normale“ Bürgerpetition nach den Hamburger Landesgesetz ca. das 100!!!-fache an Unterzeichnern.

    Ganz grosses Kino! 🙂

    • Andreas Lichte permalink

      ich habe keine „Petition“ eingereicht. Wenden Sie sich an jemand anders.

  6. Andreas Lichte permalink

    “Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    Bei Diskussionen mit Befürwortern der Waldorfschule bekommt man immer wieder Standard-Antworten zu hören, wie sie der ehemalige Waldorfschüler Lukas Böhnlein in seinem „Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ festgehalten hat. Sehr beliebt dabei: „Du hast noch nie eine Waldorfschule von innen gesehen!“ Kritik VON AUSSEN wird damit jegliche Berechtigung abgesprochen. Aber daraus ergibt sich auch die Frage: „Was können Eltern und Schüler IN DER WALDORFSCHULE eigentlich sehen, wenn sie nichts über Rudolf Steiners ‘Anthroposophie’ wissen, auf der die gesamte Waldorfpädagogik basiert?“ (…)”

    weiter beim Blog „Ruhrbarone“: http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

  7. Andreas Lichte permalink

    „Esoterik an Waldorfschulen – Bildung dank ‘Bildekräften’: Lest Rudolf Steiner!

    Die aktuelle Debatte um die Gründung einer „staatlichen Waldorfschule“ in Hamburg wirft die Fragen auf: Soll Anthroposophie zum staatlichen Schulprogramm zählen? Wie esoterisch ist die Waldorfschule? Von unserer Gastautorin Jana Husmann (…)“

    weiter beim Blog „Ruhrbarone“: http://www.ruhrbarone.de/esoterik-an-waldorfschulen-bildung-dank-bildekraeften-lest-rudolf-steiner/

  8. Andreas Lichte permalink

    „Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg

    von Andreas Lichte, Berlin, 3. September 2012
    .

    an:

    Herrn Senator Ties Rabe

    Behörde für Schule und Berufsbildung

    Hamburger Straße 31

    22083 Hamburg
    .

    Kopie an:

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann

    Institut für Bildungswissenschaft

    Sensengasse 3a

    A-1090 Wien
    .

    Vorab per E-Mail an: Senator Ties Rabe / Prof. Dr. Stefan T. Hopmann

    .

    Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief
    .

    Sehr geehrter Herr Senator Rabe,

    die „erziehungsKUNST“, Publikation des „Bundes der freien Waldorfschulen“, berichtete im August 2012 über die erste deutsche „Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft“1, die zum Schuljahr 2013/14 in Hamburg entstehen soll.

    Die „erziehungsKUNST“ hebt in ihrem Artikel hervor, dass die “Interkulturelle Waldorfschule Hamburg-Wilhelmsburg“, Zitat, „weder ‘Waldorfpädagogik light’“ werde, „noch dass die Waldorfpädagogik zu einem beliebig austauschbaren Methodenbaustein innerhalb der Staatsschulpädagogik wird.“

    Als ausgebildeter Waldorflehrer2 möchte ich Sie fragen: Wie will die Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg sicherstellen, dass das Spezifische der Waldorfpädagogik – der anthroposophische Hintergrund – auch in einer Schule in staatlicher Trägerschaft erhalten bleibt?

    Der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange schreibt über die Waldorfpädagogik: „Die Anthroposophie braucht in der Tat nicht [in den Unterricht der Waldorfschule] hineingetragen zu werden, sie ist immer schon da.”3

    Was meint Prof. Prange damit? Es würde den Rahmen dieses offenen Briefes sprengen, hier eine Gesamtdarstellung der Waldorfpädagogik geben zu wollen, wie es Prof. Prange in seinem Standardwerk „Erziehung zur Anthroposophie – Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik“ tut, zur Verdeutlichung nur drei Beispiele:
    .

    Rudolf Steiners anthroposophische „Temperamentenlehre“:

    Die Waldorfpädagogik teilt die Schüler in vier Temperamente ein. Diese Temperamente sind Grundlage für die Gestaltung des Unterrichts aller Fächer, auch der wissenschaftlichen, Zitat aus Helmut Eller, „Die Temperamente – und ihre Behandlung im Unterricht“:

    „FEUERARTEN (in der Chemie-Epoche der 7. Klasse):

    [Melancholiker] Erde: Glühen der Eierbriketts, ganz im Innern

    [Phlegmatiker] Wasser: Brennender Spiritus läuft über ein Brett, entzündet aber nicht das Holz

    [Sanguiniker] Luft: eine Bäckertüte wird mit Gas gefüllt, so daß beim Ausdrücken in die Flamme ein kurzer, heller Feuerball entsteht

    [Choleriker] Feuer: Petroleum in einer Blechdose angezündet, läßt sich nicht mit einfachen Mitteln löschen und erzeugt große Hitze

    Diese Versuche findet man in Mackensens Chemie-Abhandlungen. Mit den Kindern spricht man auch in diesem Zusammenhang wiederum über die 4 Temperamente.“

    In Helmut Eller, „Die Temperamente – und ihre Behandlung im Unterricht“, das im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ zur Ausbildung der zukünftigen Waldorflehrer verwendet wurde, finden sich Temperamente in jedem Lebensbereich, natürlich auch in der für Anthroposophen real existierenden Welt der, Zitat Eller:

    „ELEMENTARWESEN

    [Melancholiker] Erde: Gnomen, Zwerge, Wichtelmänner, Wurzelmännlein

    [Phlegmatiker] Wasser: Undinen, Nixen, Nöck

    [Sanguiniker] Luft: Sylphen, Elfen

    [Choleriker] Feuer: Salamander, Feuergeist“ (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-in-staatlicher-traegerschaft-offener-brief-an-senator-ties-rabe-hamburg/

  9. Andreas Lichte permalink

    „STAATLICHE SCHULE MIT WALDORFPÄDAGOGIK

    Grundschule mit Astralleib

    taz, 01.10.2012, VON BERND KRAMER

    In Hamburg sollen erstmals Waldorflehrer an einer staatlichen Schule unterrichten. Kritiker verweisen auf die esoterischen Wurzeln der Pädagogik (…)

    Heiner Ullrich, Professor für Erziehungswissenschaften an der Uni Mainz, verweist darauf, dass 90 Prozent der Waldorf-Pädagogen eine Befragung zufolge fest in der Anthroposophie Rudolf Steiners verhaftet sind: „Ein so hohes Maß an weltanschaulicher Geschlossenheit gibt es nicht einmal mehr an katholischen Privatschulen“, sagt Ullrich. Steiner glaube beispielsweise an Reinkarnation und ging davon aus, dass Kinder sich in Sieben-Jahres-Rhythmen entwickeln und mit der Pubertät einen farbig-leuchtenden Astralleib als Hülle um ihren Körper gebären – Erkenntnisse, die Steiner mittels Hellsicht gewonnen haben will und die der modernen Erziehungswissenschaft widersprechen. (…)

    Ursula Caberta, einst Sektenbeauftragte und jetzt Jugendschutzreferentin, kritisiert das Vorhaben ihrer Senatskollegen: „Was da passiert, ist völlig unmöglich. Da wird eine staatliche Schule für die abstrusen Lehren von Rudolf Steiner geöffnet.“ (…)

    An den Erfolg des Hamburger Schulversuchs glaubt Ullrich indes nicht: „Am Anfang mag es vielleicht ein paar Berührungspunkte geben“, sagt er. „Aber sobald die Waldorfkollegen bei der Schülerbeurteilung von astralischen Kräften oder von Reinkarnation sprechen, werden die staatlichen Lehrer wohl sagen: bitte nicht!““

    http://www.taz.de/Staatliche-Schule-mit-Waldorfpaedagogik/!102733/

  10. Andreas Lichte permalink

    Was erwartet SchülerInnen in der Waldorfschule? Unterricht, der auf der Anthroposophie basiert, zum Beispiel auf Rudolf Steiners „Jahrsiebtelehre“:

    Die Waldorfpädagogik übernimmt die in der Anthroposophie übliche Einteilung des Menschen in „Wesensglieder“. Diese „Wesensglieder“ entwickeln sich laut Rudolf Steiner in zeitlichen Abschnitten von 7 Jahren, den „Jahrsiebten“. Dazu sagt Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview „Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein“, Zitat:

    „(…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Prof. Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)“

    zum vollständigen Interview: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  11. Andreas Lichte permalink

    Du sagst: „Einer Tatsache sollte man sich dabei immer bewusst sein: wo Waldorf draufsteht ist auch Steiner drin.“

    Genau. Eine Waldorfschule ist IMMER eine anthroposophische Schule:

    „Religionsschule Waldorfschule: ein ‘Umkreisen Gottes’

    (…) Der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange schreibt in seinem Standardwerk „Erziehung zur Anthroposophie – Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik”: „Die Anthroposophie braucht in der Tat nicht [in den Unterricht der Waldorfschule] hineingetragen zu werden, sie ist immer schon da.”

    Schwieriger wird es, will man die Religion Anthroposophie auch als solche erkennen, Prange führt aus: „In der Tat entsteht aus der Differenz von allgemeiner öffentlicher Präsentation, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist, der Eindruck, man habe es bei der anthroposophischen Pädagogik mit einer Art Mogelpackung zu tun, die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.“ (…)“

    zum vollständigen Artikel: http://www.ruhrbarone.de/religionsschule-waldorfschule-ein-umkreisen-gottes/

  12. Andreas Lichte permalink

    Du sagst: „Nicht nachvollziehbar ist dagegen, warum ‘künstlerisch-musische Ausrichtung,…., emotionale und handwerklich-künstlerische Aktivitäten neben der Wissensvermittlung als ergänzende Elemente der Waldorfpädagogik hinzukommen [sollen]’. Dazu bedarf es aber keiner Waldorfpädagogik.“

    Dazu habe ich bereits einen Kommentar geschrieben, beim Artikel einer ehemaligen Waldorflehrerin „Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden“, http://www.ruhrbarone.de/ich-wurde-mein-kind-nie-an-einer-waldorfschule-anmelden“/

    Mein Kommentar:

    “Kreativität” ist der bestgepflegte Mythos der Waldorfschulen:

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie:

    “(…) Hopmann: … Und welche Freiheit, welche Kreativität sind gemeint in einer Schulphilosophie, deren Erfinder weder als Demokrat, noch als Ästhet hervorgetreten ist, sondern der eine autoritäre Geisteshaltung einnahm und eine naturalistische Schrumpfästhetik bevorzugte? (…)”

    zum Interview “Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein”: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

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