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Vereinsvorstellung in Oelsnitz (Erz.) – Radikale Neonazis mit von der Partie

13/05/2017

() Am Samstag, dem 6. Mai 2017 fand in Oelsnitz eine Vorstellungsveranstaltung des Vereins „Unsere Heimat – Unsere Zukunft“ statt. Auch wenn im Vereinsregister angegeben wird, der Zweck der Gruppe sei unter anderem „Natur- und Landschaftspflege zum Erhalt unserer Heimat und Natur“ sowie „Erhaltung der erzgebirgischen Kultur“, so stellt dieser Verein doch einen weiteren Versuch dar, rechte und rassistische Positionen in der Region zu stärken und zu etablieren.

Der Grund: Die Strukturen beherbergen radikale Neonazis. Beim 1. Vereinsvorstand handelt es sich um Maik Arnold – Ehemals einer von drei Anführern der verbotenen rechtsradikalen Kameradschaft „Nationale Sozialisten Chemnitz“ – derzeit Stützpunktleiter der neonazistischen Partei „Der lll. Weg“ in Lugau. Bei den „NSC“ fungierte er als Anmelder und Redner bei Versammlungen. Außerdem sollen sich er und weitere Mitglieder, vor ihrem Verbot im Jahr 2014, mehrmals zu bewaffneten Angriffen auf Migrant*Innen verabredet haben. Desweiteren führte die Gruppe neben Kampfsport- auch Schießtrainings durch.

Noch interessanter: Im Zuge einer Hausdurchsuchung fanden die Behörden bei Maik Arnold eine „NSU-NSDAP“-CD. Dabei handelt es sich um eine der frühesten nachweisbaren Erwähnungen der Terrorgruppe „NSU“. Auch bekannt ist, dass mindestens ein weiteres Führungsmitglied der Nationalen Sozialisten Chemnitz Kontakte zu NSU-Angeklagten hatte. Um seine Gesinnung macht Arnold auch auf Facebook mittlerweile keinen Hehl mehr, wie diverse Einträge zeigen. In einem Post wird von ihm sogar gefordert, „die Leichenberge unserer Feinde hoch aufzubauen“. Nur ein nichtssagender Spruch oder ein Indiz dafür, dass er seine rechtsradikale, gewalttätige Art noch nicht „abgelegt“ hat? Wir stellen uns nun die Frage, wie es möglich sein kann, dass ein radikaler Neonazi im Vorstand eines solchen Vereins vertreten ist und von niemandem hinterfragt wird. Auch raten wir den Menschen, denen wirklich etwas am Erzgebirge liegt, davon ab, in einem solchen Verein aktiv zu sein oder diesen zu unterstützen. Denn offensichtlich handelt es sich bei diesem Zusammenschluss um nichts anderes als Neonazi-Strukturen, die zum Ziel haben, die Gesellschaft durch scheinbar „traditionsbewusste und heimatschützende“ Aktivitäten politisch weiter nach rechts zu trimmen. Weitere Infos: https://publikative.org/2014/04/09/nationale-sozialisten-chemnitz-verbot…http://wachsam-in-chemnitz.de/rechte-strukturen-in-chemnitz/chemnitzer-k…

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/211819

siehe auch: Freie Presse 13.05.2017 – Umstrittener Buratino-Auftritt

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